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 Beitrag Verfasst: Freitag, 08. Mai 2009, 17:38:20 
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Der Blue Hope ein verfluchter Diamant?

Der Hope-Diamant ist einer der berühmtesten und sagenumwobensten Diamanten der Welt. Nach alter indischer Überlieferung zufolge habe der damals 112 Karat Diamant Blue Hope einst einer Statue der Hindu-Göttin Sita als Auge gedient. Als der Stein von einem brahmanischen Priester entwendet wurde, soll die erzürnte Göttin bestimmt haben, Unglück solle über jeden kommen, der den Stein trage. Der französische König Ludwig XIV. trug ihn und starb angeblich an den Pocken. Eine andere Geschichte erzählt, der Kaufmann Jean-Baptiste Tavernier fand den Stein angeblich in einem Nebenfluss des Kooleron, wo er anschließend von wilden Tieren zerissen worden sein soll, was jedoch nicht bestätigt werden konnte. Der Kaufmann starb nachweislich im Alter von 80 Jahren an einer Erkältung. Eine andere Legende erzählt, der Kaufmann habe den Stein 1642 in Südwest-Indien erworben, verkaufte ihn aber rasch an König Ludwig XIV., ehe der Fluch Sitas auf ihn wirken konnte. Ludwig gab ihm den Namen "Blauer Diamant der Krone" und ließ ihn zu einem 67,5 karätigen Stein in Tropfenform umschleifen. Der König, so heißt es, trug den verwunschenen Kristall nur ein einziges Mal. In Gold gefasst hing der Diamant an einem Halsband des Königs, das er zu einer zeremonialen Gelegenheit trug.

Seine Amtszeit gehörte zu den längsten in der Geschichte und die Legende um Ludwigs Tod an Pocken, lässt sich so sehr leicht widerlegen. Nachdem er in den Besitz des Diamanten gekommen ist, herrschte er noch über 40 Jahre. Allerdings wirkte auch hier der "Fluch" des Diamanten. Der Lieblingsenkel Ludwigs XIV., der Duc de Bourgogne, starb plötzlich, und den Sonnenkönig selbst verließ das Schlachtenglück. Des Sonnenkönigs Nachfolger, Ludwig XV., verzichtete klugerweise darauf, sich mit dem Blauen Diamanten, auch "French blue" genannt, zu schmücken, aber sowohl Ludwig XVI. als auch seine Gemahlin Marie Antoinette trugen den Diamanten. Marie Antoinette lieh den Stein der später grausam erschlagenen Prinzessin Lamballe. Ludwig XVI. und Marie Antoinette wurden in der Französischen Revolution enthauptet. Als die Revolution am 11. September 1792 ihren Höhepunkt erreichte, wurde der Edelstein gestohlen als er zuerst nach Le Havre und dann nach London gebracht wurde. Angeblich von einem Kadetten namens Guillot, der ihn in Amsterdam dem Diamantär Vaals verkauft haben soll, der ihn umschliff. Dessen Sohn, der ihn in London zu einem Spottpreis verkaufte, ertrank bei der Rückfahrt.

Der alte Vaals kam über den Verlust von Sohn und Stein nicht hinweg. Der Kadett Guillot fiel im Kampf. Auf einem Gemälde der spanischen Königsfamilie von Goya aus dem Jahre 1800 trägt die Königin Maria Louise den blauen Stein am Hals. König Karl wurde 1808 zur Abdankung gezwungen und machte das Juwel in England zu Geld. Erst im Jahre 1830 tauchte dann in London ein blauer Diamant auf dem Edelsteinmarkt auf, der zum Verkauf angeboten wurde und aufgrund seiner stahlblauen Farbe als der verschwundene Blaue Diamant identifiziert werden konnte. Der Diamant war wie gesagt inzwischen erneut umgeschliffen worden und hatte mittlerweile nur noch 44,5 Karat. Henry Philip Hope, ein britischer Bankier nach dem der Stein heute benannt ist, erwarb den Stein für 90.000 Dollar. Es gibt keine Anhaltspunkte dafür, dass Hope irgendetwas ernstes zugestoßen wäre, bis er 1839 eines natürlichen Todes starb. Sein Sohn soll allerdings an einer Vergiftung gestorben sein und sein Enkel soll sein ganzes Vermögen verloren haben. Nach dem Tod Hopes ranken sich weitere Legenden um den Verbleib des Diamanten. 1890 ging der Stein in den Besitz von Francis Hope über, dem Herzog von Newcastle. Lord Hopes Ehefrau, eine amerikanische Schauspielerin, brannte mit einem anderen Mann durch und der Adlige verkaufte den Diamanten 1908 an Sultan Abdul-Hamid II., um dem Bankrott zu entgehen, was ihm allerdings nicht gelang.

Nachdem Lord Hope sich von dem Stein hatte trennen müssen, soll der Hope-Diamant auf seinem Weg von einem Besitzer zum anderen noch viel Unheil angerichtet haben. Der türkische Sultan Abdul-Hamid II., besaß ihn erst einige Monate, als er von putschenden Armee-Offzieren gestürzt wurde. Ein osteuropäischer Fürst schenkte den Stein einer Tänzerin, mit der er ein Techtelmechtel hatte, wurde aber bald darauf rasend vor Eifersucht und erschoss die Frau. Der russische Fürst selber fiel einem Attentat zum Opfer. Ein griechischer Diamantenhändler stürzte, kurz nachdem er den Hope gekauft hatte, mit seinem Auto über eine Felswand und kam mit Frau und Kind ums Leben. Ein Pariser Händler, der den Stein erwarb, wurde angeblich verrückt und beging Selbstmord. Die untreue Frau von Lord Hope, die den Diamanten oft getragen hatte, starb Anfang der vierziger Jahre verarmt in Boston. Der Diamant ging später in den Besitz von Pierre Cartier, der ihn im Jahre 1911 für 154.000 Dollar an Evalyn Walsh McLean weiterverkaufte, der Tochter eines Goldgräbers, der in Colorado sein Glück gemacht hatte. Die attraktive Evalyn hatte den Eigentümer der Washington Post geheiratet und war reich genug, sich auch den extravagantesten Wunsch zu erfüllen.

Sie machte sich zwar lustig über den Fluch, der angeblich auf dem Diamanten lag, musste aber erleben, dass ein Sohn von ihr bei einem Autounfall ums Leben kam, eine Tochter an einer Überdosis Schlaftabletten starb und ihr Mann in eine Nervenheilanstalt kam. Trotz dieser Schicksalsschläge trug Mrs. McLean den Diamanten, als Anhänger einer Halskette mit 62 weißen Diamanten häufig und selbst bei unbedeutenden gesellschaftlichen Anlässen. Sie starb 1947, vereinsamt und nicht mehr ganz richtig im Kopf, im Alter von 61 Jahren. Noch im Jahr 1947 erbte die Enkeltochter, Miss Reynolds, die unter mysteriösen Umständen starb, den blauen Stein. Der New Yorker Juwelier Harry Winston kaufte den Hope-Diamanten anschließend aus dem McLean-Nachlass und veräußerte ihn danach angeblich an Aristoteles Onassis, der ihn für seine Frau Tina erwarb. Nach deren Scheidung kehrte er zu Winston zurück, der zugesagt hatte, ihn innerhalb von 5 Jahren zur Verkaufssumme zurückzunehmen. Dieser schickte ihn dann letztendlich mit einem versicherten Postpaket am 8. November 1958 dem Smithsonian Institution in Washington D.C. als Geschenk, wo er jetzt, ohne weiteren Schaden anzurichten, zusammen mit einer Vielzahl anderer berühmter Edelsteine aufbewahrt wird. Im August 1958 wurde der Diamant in der "Canadian National Exhibition" gezeigt. Die untere Facette wurde geschliffen um die Brillanz des Diamanten zu steigern.

Heute wird der Wert des Diamanten auf etwa 200-250 Millionen Dollar geschätzt.


Bild Foto: Wikipedia David Bjorgen


Vinci


Quellen:

http://www.dark-stories.com/eng/curse_of_hope_diamond.htm

http://de.wikipedia.org/wiki/Hope-Diamant



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