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 Betreff des Beitrags: Die Lalaurie Villa in New Orleans
 Beitrag Verfasst: Donnerstag, 09. Juli 2009, 13:25:10 
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Registriert: Freitag, 24. April 2009, 02:22:55
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Die Geschichte der Lalaurie Villa in New-Orleans ist wahrscheinlich eine der bekanntesten Gespenstergeschichten in New-Orleans und wohl eine der an meisten erzählten Geschichten in den USA. Sie erzählt in erschreckender und grauenhafter Weise nach, wie im Haus der Madame Lalaurie die Sklaverei praktiziert wurde. Für mehr als 150 Jahre, war die Lalaurie Villa der frequentierte Mittelpunkt im französischen Viertel. Diese Geschichte ist nichts für schwache Herzen oder Mägen. Der Ursprung geht ins Jahr 1832 zurück, als Dr.Louis Lalaurie und seine Frau Frau Delfine in der kreolischen Villa lebten. Sie wurden für ihre Sozialen Angelegenheiten überall respektiert und geschätzt. Madame Lalaurie und ihre Töchter wurden zu den angesehensten Frauen französisch-kreolischen Ursprungs in ganz New-Orleans. Jene die das Glück hatten, die Königliche Straße 1140 zu betreten waren erstaunt was sie dort fanden. Das Haus war fast nur in Eisen gearbeitet und innen mehr als verschwenderisch ausgestattet. Hunderte von Kerzen erhellten das 3-stöckige Haus, überall gab es Mahagonitüren. Europäisches Porzellan und orientalische Gewebe wurden teuer importiert. Das Haus war für große Anlässe und Feste entworfen worden.

Gäste wurden hier wie Könige bewirtet. Aber das war nur die eine Seite der Madame Lalaurie, die Freunde und Bewunderer sehen durften. Es gab da noch die andere Seite. Unter dem empfindlichen und raffinierten äußeren, steckte eine grausame, kaltblütige und vielleicht geisteskranke Frau. Die Pracht des Lalaurie Hauses wurde von dutzenden Sklaven versorgt. Und die Madame war zu ihnen besonders grausam. So hielt die Madame z.b ihren Koch angekettet an den Kamin in der Küche, wo kostspielig das Abendessen vorbereitet wurde, während ihre bediensteten wie Tiere gehalten wurden. In jenen Tagen wurden Sklaven nicht als Menschen angesehen, sondern waren einfach Besitz der Herrschaften. Diese Menschen waren weniger angesehen als Tiere. Die Misshandlung ihrer Sklaven ging noch weit über ihre Grausamkeit heraus. Im Laufe der Zeit, fiel den Nachbran jedoch immer mehr auf, das etwas im Hause Lalaurie nicht stimmen konnte. Sklaven schienen ziemlich häufig zu kommen und zu gehen, wurden einfach ersetzt, oder nie wieder gesehen. Eines Tages hörte eine Nachbarin einen Schrei. Es war ganz normal, dass die Madame vor ihren Gesellschaften ihr Haar von einem 12-jährigen Sklavenmädchen mit dem Namen Leah kämmen ließ.

Der Kamm verfing sich dabei plötzlich an einem Knoten und aus Wut, ließ die Madame das kleine Mädchen zum Dach hinauf jagen, ein bediensteter mit einer Peitsche ständig hinter ihr. Das Mädchen sprang darauf aus Angst in den Tod. Die Nachbarn beschwören in späteren Erzählungen, das sie mit ihren eigenen Augen gesehen haben, wie das Sklavenmädchen spater unter einer Zypresse begraben wurde. Ein Gesetz in New-Orleans verbot allerdings diese grausame Behandlung von Sklaven. So wurden die Sklaven von Amtswegen her beschlagnahmt und wurden anschließend meist bietend versteigert! Madame Lalaurie, der das Recht bei dieser Versteigerung mitzuwirken verweigert wurde, bat ihre Familie mitzusteigern und ihr die Sklaven anschliessend unter Schweigen wieder zurück zu geben. Die Geschichten über die Misshandlungen, gerieten allerdings in die Gesellschaft von New-Orleans und bald wurden die Lalauries von der kompletten kreolischen Gesellschaft gemieden. Schliesslich wurden im April 1834 alle Zweifel über Madame Lalaurie bestätigt. Ein schreckliches Feuer brach in der Küche aus, welches der Geschichte zufolge von ihrem Koch gelegt wurde, der die Quälereien der Madame Lalaurie nicht länger ertragen wollte.

Nachdem die Feuerwehrmänner das Feuer gelöscht hatten, entdeckten die Männer eine alte Türe im Dachboden. Dort fanden sie mehr als ein Dutzend Sklaven, in einem unmenschlichen Zustand. Die Feuerwehrleute fanden Männer und Frauen, einige nur zur befehlsmäßigen Funktion angekettet. Einige der Menschen waren in Rahmen gebunden, die eigentlich für Hunde angelegt waren. Teile des menschlichen Körpers wurden zerstreut und Köpfe und Innereien wurden in Wannen abgelegt. Zur Abschreckung stand ein Regal mit Peitschen und Paddeln gegenüber. Einigen Frauen wurde der Magen aufgeschnitten und das geöffnete wurde über die Taille gewickelt. Einer Frau wurde eine Öffnung mit Tierausscheidungen gefüllt und ihr dann der Mund zugenäht. Die Männer waren in noch viel erbärmlicheren Zuständen. Fingernägel waren ausgerissen, Augen herrausgestoßen und Körperteile wurden einfach abgeschnitten. Ein Mann hing gefesselt an einen Stock der von innen an die Oberseite seines Kopfes gebohrt worden war, so dass das Gehirn freigelegt war! Körperteile wurden den Gefangenen abgehackt um sie an anderen Stellen wieder zu befestigen.

Die meisten der Menschen die gefunden wurden waren bereits verstorben. Aber es gab auch überlebende, wie eine Frau der beide Beine und Arme abgehackt wurden! Eine der überlebenden Frauen wurde in einem Käfig gefunden, alle Glieder missgebildet, so das sie mehr an einen Krebs erinnerte, als an einen Menschen. Madame Lalaurie wurde alleine für Schuldig gesprochen, ihr Mann wurde lediglich der Mithilfe verurteilt. Als sie gehängt werden sollte, fuhr plötzlich eine Kutsche durch den Garten des Hauses und die Familie verschwand für immer mit unbekanntem Ziel. Einige Menschen erzählten sich, die Familie wäre zurück nach Frankreich geflohen. Andere Erzählungen besagen, die Familie Lalaurie wäre lediglich in einen nahe gelegen Wald geflüchtet, um dort zu hausen. Und viele Erzählungen besagten auch, das die Madame und ihr Ehemann bei Verwandten in den kleinen Städten um New-Orleans untergekommen wären, was sicher die Spekulationen um noch mehr Morde geweckt haben dürfte.

Die Geschichte der Geister in und um das Anwesen der Familie beginnt kurz nachdem die Lalauries das Haus verlassen hatten. Nachdem die verstümmelten Leichen entfernt waren, überliess man das Haus zunächst einmal dem Pöbel. Das Lalaurie Anwesen stand danch jedoch erst einmal für viele Jahre leer. Viele Menschen behaupteten, in der Nacht dort Schreie von Qual und Folter gehört zu haben! In vielen Erzählungen wurde von Sichtungen der verstorbenen Sklaven berichtet, die entweder stehend auf den Balkonen, oder schleichend durch die großen Gänge des Hauses dort noch immer umherspuken sollen. Suchen sie dort vielleicht nach ihrer früheren Herrin? Es gibt sogar Berichte und Aufzeichnungen, das Vagabunden die in das Haus einstiegen um dort ein paar Nächte zu verbringen, nie wieder gesehen wurden. 1837 wurde das Haus von einem Mann gekauft, der es nur für 3 Monate in seinem Besitz halten konnte. In der Nacht wurde der Mann angeblich immer wieder durch Geräusche, Schreie und Ächzen geqüalt. Die Auswirkungen waren sio stark, dass er sich entschloss das Haus so schnell wie möglich wieder zu verkaufen.

Nach dem Bürgerkrieg wurde das ehemalige Lalaurie Anwesen eine Highschool für schwarze Mädchen und im Jahr 1882 wurde dort eine Tanzschule eröffnet. Schule sowie Tanschule, konnten sich allerdings nicht halten. 1892 wurde Jules Vignie Mitglied einer wohlhabenden Familie dort verstorben aufgefunden, nachdem er scheinbar in Dreck und seinem eigenen Unrat gelebt hatte. Nicht weit von der Fundstelle seinen Todes, wurde ein Geldbeutel von ihm gefunden. In seiner Matratze fand man ebenfalls mehrere Tausend Dollar! Angeblich soll Vignie hier Antiquitäten versteckt haben, aber niemand traute sich bis heute aus Angst vor den gespenstischen Vorgängen in der ehemaligen Lalaurie Villa, nach diesen Schätzen zu suchen. Nach 1890 wurde das Anwesen dann schließlich wieder zu einem Wohnhaus. Aber selbst die niedrigen Mieten hielten die Mieter nicht lange, denn es kam immer wieder zu Zwischenfällen. Ein Inhaber wurde von einem schwarzen Mann in Ketten angegriffen, der vor ihm stehend plötzlich verschwand. Erzählungen zufolge sollen auch Kinder in dem Haus von einem Phantom mit einer Peitsche angegriffen worden sein. Von einer jungen Mutter, die in jeder Nacht über ihr Kind wacht und dabei ein schauerliches Ächzen und Schreien von sich gibt, wird ebenfalls berichtet.

Noch einmal einige Jahre später wurde das Haus dann in einen ein Möbelspeicher verwandelt. Aber in einer bestimmten Nacht wurde dem Besitzer alles mutwillig zerstört und an den Möbeln klebte eine stinkende schwarze Flüssigkeit. Als er sich in der Nacht mit einer Schrotflinte auf den Speicher legte und die Vandalen stellen wollte, wurden seine Möbel wieder zerstört, ohne das jemand das Haus betrat. Der Besitzer verließ darauf hin das Haus und betrat es danach niemals wieder!

Der neueste Besitzer dieses Hauses ist Hollywood Schauspieler Nicolas Cage. Allerdings gab Mr. Cage kürzlich bekannt, dass er die alte Villa gerne in ein Hotel umbauen möchte. Gruselfaktor dürfte hier wohl garantiert sein! An der Rückseite des Hauses wurde bei Umbaugestaltungen ein eilig angelegtes Grab mit vielen Skeletten gefunden das die Madame wohl eilig kurz vor ihrer Flucht angelegt hatte. Viele Menschen glauben das hier heute immer noch die Geister der Sklaven gebunden sind. Wut, Zorn und Trauer sind hier an der Tagesordnung! Die knapp 90 minütige Filmdokumentation das St. Francisville Experiment, nimmt sich der Geschichte, sowie der Spukvorfälle der Lalaurie Villa an. Mit teilweise sehr extremen Ergebnissen!

Was hierbei allerdings Fiktion oder gestellt sein könnte, überlässt man am besten dem Zuschauer selber.



Video Laulaurie Villa


Quellen:

http://www.prairieghosts.com/lalaurie.html


Zuletzt geändert von -NostraVinci- am Freitag, 21. Mai 2010, 21:46:10, insgesamt 2-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags:
 Beitrag Verfasst: Samstag, 11. Juli 2009, 17:08:27 
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Registriert: Freitag, 10. Juli 2009, 19:15:39
Beiträge: 4
Hallo Nostra-Vinci

Ich bin begeistert, wie du diesen Beitrag zusammen gestellt hast, er hat mich voll gefesselt, man hat gemerkt wieviel Mühe du dir gegeben hast. Wie du schon geschrieben hast, es ist nichts für schwache Herzen, aber trotzdem sehr interessant und spannend.

Alles Liebe

Jasmin

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Nur der gesunde Mensch ist wirklich reich


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 Beitrag Verfasst: Samstag, 11. Juli 2009, 19:29:41 
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Registriert: Freitag, 24. April 2009, 02:22:55
Beiträge: 455
Ich danke dir für dein Lob liebe graue Hexe. Ja, ich bin bekannt dafür solche Beiträge zu verfassen. Darin steckt sehr sehr viel Herz und Recherche.

Und über Lob freue ich mich natürlich immer ganz besonders. Es ist schon eine sehr heftige Geschichte die sich dort damals in New Orleans zugetragen hat, vor allem da alles an dieser Geschichte wahr ist.

Ich hatte damals auch selber das Vergnügen, dieses Haus in New Orleans zu besichtigen. Es ist schon eine sehr komische Atmosphäre dort, selbst wenn man nichts von der Geschichte des Hauses kannte, wie ich damals.

Man fühlte sich sich sehr beklemmt an diesem Ort. Aber es war auch ein faszinierendes Erlebnis.

-Vinci-


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 Betreff des Beitrags:
 Beitrag Verfasst: Freitag, 23. Juli 2010, 18:16:32 
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Registriert: Donnerstag, 30. April 2009, 19:31:48
Beiträge: 166
Wohnort: Kreis Kleve
Ich bin total geplättet um ganz ehrlich zu sein!
Wenn diese ganzen Erzählungen war sind! Dann war die Frau sehr sadistisch.

Aber das ein Afroamerikaner von einem Geist in Menschlicher Person gewürgt wurde ist auch sehr interessant, das die Person der Hausherrin sehr ähnelte!

Mal schauen was aus dem Hotel wird, was Nicolas Cage da geplant hat. Vielleicht läuft es wie bei den anderen und es wird ein Flop.

Liebe Grüße
SirMichael

_________________
Es grüßt Sir Michael von der...
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 Beitrag Verfasst: Freitag, 29. Juli 2011, 10:49:06 
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Registriert: Dienstag, 26. Juli 2011, 07:30:15
Beiträge: 4
Wohnort: Schweiz
So eine tolle Geschichte Vinci- ich habe sie zwar schon gekannt, aber trotzdem hat es mich wieder gefesselt!
Den Film habe ich schon ein paar Mal gesehen, der ist echt gruselig.

Du warst echt dort? Warst du auch drin oder einfach davor? Brrrrr bekomme nur schon beim Gedanken daran Gänsehaut! :?

_________________
Whity


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 Beitrag Verfasst: Dienstag, 02. August 2011, 11:30:22 
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Registriert: Freitag, 24. April 2009, 02:22:55
Beiträge: 455
Die Villa ist eines meiner Lieblingsthemen bis zum heutigen Tag. Und ja, ich habe mittlerweile auch das Vergnügen gehabt, dieses Haus von innen zu besichtigen! Es ist unbeschreiblich kann ich nur sagen. Noch nicht einmal von dessen was man dort spürt, oder was dieses Haus ausströmt. Das kommt erst, wenn man es eine gewisse Zeit hat auf sich wirken lassen. Dieser Prunk, dieser Luxus, der raubt einem Menschen schlichtweg den Atem. Die schönen und reichen der oberen Gesellschaft aus New-Orleans, verstanden es zu leben wie Könige es taten.

Mittlerweile befand sich die Villa im Besitz des Schauspielers Nicolas Cage. Cage kaufte das Anwesen vor ein paar Jahren für ca. 3,5 Millionen $. Das Haus bewohnte er allerdings selber nicht länger als 3 Monate. Cage der bekannt dafür ist paranormale Sitzungen zu leiten, suchte hier vielleicht nocht einmal einen gewissen Thrill. Unbestätigten Meldungen zufolge, habe Cage allerdings nach einem Angriff in diesem Haus auf seine Cousine und einigen Nächten die er dort selbst verbracht habe, dieses Anwesen schnellstens wieder abgestoßen.

Bevor Cage dieses Haus wieder verkaufte, wurde darüber spekuliert, ob das Haus zu einem Hotel umgebaut werden könnte. Lediglich Dachboden, Keller und Küche sollten im Originalzustand erhalten bleiben.

Meine Meinung: Es wäre eine Schande um dieses wunderschöne Gebäude.


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