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 Beitrag Verfasst: Sonntag, 12. Juli 2009, 22:33:25 
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Registriert: Freitag, 24. April 2009, 02:22:55
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Catherine Monvoisin (geboren um 1632 Mädchenname Deshayes) genannt La Voisin war eine französische Giftmischerin. Sie lebte am Stadtrand von Paris. Zusammen mit ihrer Tochter und mehreren Kolleginnen, weissagte sie gegen Honorare die Zukunft, erstellte Horoskope, verkaufte Gift, Liebestränke, betrieb Voodoo-Zauber und brach unerwünschte Schwangerschaften ab. Außerdem zelebrierte sie mit dem Abbé de Guiborg schwarze Messen, bei denen angeblich Säuglinge geopfert wurden. Das Blut der Kinder verwendete sie für ihre Zaubertränke. Neben dem Hellfire Club gilt somit der Hexenzirkel der La Voisin als eines der ältesten Zeugnisse des Satanismus.

Viele Mitglieder des Hochadels gehörten zu ihren Kunden, darunter auch Madame de Montespan, die langjährige Mätresse Ludwigs XIV., die bei ihr Zaubertränke kaufte und sie dem König heimlich untermischte, um sich seine Gunst zu erhalten. 1679 kamen in Folge der Prozesse gegen die Marquise de Brinvilliers wegen Giftmischerei in Paris Gerüchte auf, denen zufolge weitere Giftmorde verübt worden waren. Ludwig der XIV. setzte daraufhin eine Kommission ein, die unter den Namen Chambre ardente (glühende Kammer), da ihre Verfahren in einem schwarzen verhängten, durch Kerzen erhellten Raum stattfanden.

Sie war ein außerordentlicher Gerichtshof, der sehr harte Strafen, meist den Feuertod verhängte. 1677 befahl Ludwig XIV. dem Polizeikommissar von Paris strenge Untersuchungen einzuleiten. Die Affäre zog immer weitere Kreise. Ein angeblicher Pariser Hexenzirkel würde Frankreichs Aristokraten mit Gift versorgen und einige Mitglieder des Hofes seien schon dadurch gestorben. Es wurden Adlige, Bankiers und Rechtsanwälte entlarvt, die dem Zirkel angehörten.

Die Nachforschungen richteten sich auch gegen den Apotheker Christophe Glaser, aus dessen Apotheke die Marquise und der Chevalier Sainte-Croix die nötigen Zutaten bezogen hatten. Ab sofort mussten die Apotheker ein sogenanntes Giftbuch führen, in dem der Käufer von Gift aufgeführt werden musste. Außerdem wurden alle Giftvorräte in Frankreich beschlagnahmt.

Durch Zufall wurde man auf eine Wahrsagerin namens Marie Bosse aufmerksam, die sich damit brüstete, dass es nur noch dreier Giftmorde bedürfe, bevor sie sich zur Ruhe setzen kann. Die Polizei stellte ihr darauf eine Falle, woraufhin sie und eine andere Wahrsagerin namens La Dame Viogoreux verhaftet wurden. Die beiden Wahrsagerinnen leugneten alles, nannten aber Namen von Komplizen. Dabei fiel dann auch der Name Catherine Monvoisin. In ihrem Garten befand sich eine Kapelle in der Astaroth und Asmodi angebetet wurden. Zu den Gästen dieser schwarzen Messen gehörten Prinzessinnen, Höflinge und sogar Scharfrichter selbst.

Die Wahrsagerin La Filastre gestand bei einer schwarzen Messe ihr eigenes Neugeborenes geopfert zu haben. Auch Abbé soll schwarze Messen durchgeführt haben, unter Folter gestand er, einem Kind die Kehle durchgeschnitten und das Blut in einem Kelch aufgefangen zu haben. Das Herz und die Eingeweide wurden bei späteren Messen verwendet. Bei einer anderen Messe vermischte Guiborg das Menstruationsblut von Mademoiselle des Eillets, der Kammerzofe von Madame de Montespan, mit dem Samen ihres Gefährten und dem getrockneten Blut von Fledermäusen, um einen Trank herzustellen. La Voisin wurde unter anderem durch den spanischen Stiefel, die Streckbank und die Wasserfolter gezwungen eine Aussage zu machen. Bis zum Schluss bestand sie darauf keine Hexe zu sein. In den Häusern der Angeklagten wurden allerdings zahlreiche Beweisstücke gefunden.

Bei Grabungen auf La Voisins Grundstück fand man die Überreste von 2500 abgetriebenen, tot-, früh- oder neugeborenen Säuglingen. Am 22. Februar 1680 wurden La Voisin, Marie Bosse und La Vigoreux zum Tode auf dem Scheiterhaufen verurteilt.

Es endete mit einer letzten Hinrichtung im Juli 1683. Wenige Tage später erließ der König ein Gesetz, das den Handel mit Giftstoffen regelte. Ludwig XIV. ließ Wahrsagerei in ganz Frankreich verbieten.



http://de.wikipedia.org/wiki/Catherine_Monvoisin


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