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 Beitrag Verfasst: Dienstag, 08. September 2009, 15:00:28 
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Registriert: Freitag, 24. April 2009, 02:22:55
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Von den sieben Inseln, die im atlantischen Ozean liegen, lockt Fuerteventura mit endlosen romantischen Stränden, Plätzen der Einsamkeit und vielen geheimnisvollen Zeugen aus der Vergangenheit. Und wenn man sich dort etwas genauer umsieht, findet man irgendwann das größte ungelöste Geheimnis der Insel, die geheimnisvolle Villa Winter. Die sagenumwobene Villa Winter ist ein Anwesen nahe dem Ort Cofete (der nur aus drei Häusern und einer Kneipe besteht), an der Westküste der Halbinsel Jandía, auf der zu Spanien gehörenden Kanarischen Insel Fuerteventura. Das Haus steht im Südwesten der Insel, einsam und verlassen in der öden Landschaft. Wenige hundert Meter vom Meer und einem der längsten Strände entfernt. Nur ein holpriger und sehr schmaler Weg führt zu dem Gebäude, das in der Öde wie ein verlassenes Schloss wirkt. Besonderes Merkmal an dem zweigeschossigen Bau ist der massive runde Turm in nordöstlicher Richtung, die imposanten Rundbögen, samt einer teilweise verschlossenen Unterkellerung. Erreichen kann man die Villa aufgrund der holprigen Wegverhältnisse am besten mit einem Jeep, von Jandia 15 km hin und zurück. Neben und hinter der Villa, deren Außenwände von Wind und Wetter der vergangenen Jahrzehnte gezeichnet sind, wächst in einem kleinen Garten Gemüse für den täglichen Bedarf.

Die imposante Villa wurde nach dem 1893 in Neustadt am Titisee im Schwarzwald geborenen deutschen Ingenieur Gustav Winter benannt und erbaut. Villa Winter ist von vielen seltsamen Gerüchten umgeben. Warum die Villa gebaut wurde ist bis heute ein Rätsel. Gustav Winter arbeitete seit 1915 in Spanien und pachtete Fuerteventuras Halbinsel Jandia im Jahr 1937. Er war an verschiedenen Projekten auf Gran Canaria und Fuerteventura beteiligt, unter anderem dem Bau des Elektrizitätswerkes, welches 1926 gebaut wurde. Gustav Winter muss über große Geldmittel verfügt haben. Einheimische Arbeiter, so wird erzählt, wurden von dem großzügigen deutschen Bauherrn nach Cofete gebracht, um unter strengster Geheimhaltung zu arbeiten und mussten jeden Abend das Gebiet wieder verlassen. So wurde die gesamte Halbinsel Jandia zur Sperrzone erklärt und Francos Geschenk an die Deutschen wurde somit zum idealen Testgebiet für Winter. Die gängigen Spekulationen über die Aufgaben des Gustav Winter und die Funktion der Finca in Cofete sind folgende:

Ein geheimer U-Boot Bunker während des Zweiten Weltkrieges bei Cofete Fuerteventura. Vorübergehende Unterbringung von Nazigrößen und deren Transport nach Südamerika zum Ende bzw. nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges, Schmuggel und Spionagetätigkeiten. Der Hafen von Jandia soll Ausgangspunkt für etliche Fluchtabenteuer von Nazigrößen gewesen sein.

Die Villa wird auch als "Feriendomizil" eines deutschen Generals immer wieder erwähnt. Der deutsche General wurde angeblich von den Eingeborenen nur der "Hexer" genannt. Gerüchten zufolge hat der deutsche General dort in unterirdischen Laboratorien Grundlagen-Forschung zum Thema Kernspaltung und Nutzung von Mineralien für Atom-Forschung betrieben oder betreiben lassen. Fakt ist, dass Franco das ganze Gebiet dem General der mit realem Namen wahrscheinlich Schickelgruber hieß, geschenkt hat. Und mit großer Wahrscheinlichkeit war General Winter der Strohmann für diese Schenkung. Bis heute werden in und eventuell unter Villa Winter sehr große Reichtümer oder Schätze der Nazis vermutet, die bis heute als verschollen gelten. Die Rede ist davon, dass die Villa über ein unterirdisches Höhlensystem mit dem Meer verbunden war, diese Vermutung lässt zumindest das vorkommende vulkanische Gestein aufkommen. Ganz so verrückt ist die Idee mit Lavahöhlen nicht, wenn man bedenkt, dass sich auf der Nachbarinsel Teneriffa das größte unterirdische Lava Höhlensystem der Welt befindet, die Cuevas del Viento.

Der Turm der Villa Winter ist nur im mittleren Stockwerk zugänglich. In diesem Stockwerk befindet sich ein riesiger Sicherungskasten, dessen Dimensionen vermuten lassen, dass sich in diesem Turm eine Apparatur befand oder noch befindet, die viel Strom verbraucht oder verbraucht hat. Gustav Winter soll damals genau dort für die Nazis einen U-Boot Stützpunkt gebaut haben. Laut einschlägiger Literatur soll dort ein unterirdisches Hafenbecken existieren, in dem 2 noch vollständige und vor allem funktionsfähige U-Boote liegen. Offiziell gelten diese U-Boote allerdings als versenkt. Der Hafen selber ist sehr tief und somit auch für große Schiffe und auch U-Boote zugänglich. Außerdem existiert noch ein unscheinbares Flugfeld mitten in der Geröllwüste von Cofete, sowie Überreste einer Bergbau-Lore von Krupp, die Anlass zum Rätseln geben. Schienenteile, die sich ca. 200 Meter östlich von der Villa an der Straße zum Berghang auffinden lassen, zeugen von reger Bergbauaktivität. Dieses Feld sollte den Nazis wahrscheinlich als Landeplatz dienen. Der Turm der Villa diente vermutlich als Peilungspunkt für U-Boote oder für Flugzeuge, die das nahegelegene Flugfeld von Jandia aufsuchten. Über die Rolle der Kanarischen Inseln als U-Boot Stützpunkt der Deutschen Kriegsmarine gibt es einige Hinweise (Achse Franco-Hitler), und die strategisch günstige Lage deutet auf einen möglichen Ausgangspunkt für militärische Aktionen hin.

Die Gerüchteküche brodelt noch weiter: Die Villa Winter sollte mit ihren unterirdischen Bunkern als Flucht und Schutzpunkt für Adolf Hitler dienen, falls der Krieg verloren ging. Das Flugfeld wurde baulich aufgegeben, da der größere Flughafen in Puerto del Rosario gebaut wurde. Die Höhlen, die als Stützpunkte für die U-Boote dienen sollten, wurden 1950 nachweislich und gut hörbar für jedermann gesprengt und dabei völlig zerstört. Alle von Zeitzeugen belegten und heute noch nachvollziehbaren Aktivitäten sind landwirtschaftliche Aktivitäten an der West- und Ostküste, sowie der Bau einer Straße von der Ostküste, beginnend zwischen der Costa Calma und Jandía, in Richtung Westküste. Der Bau dieser (wie oben bereits erwähnt) auch noch heute befahrbaren, asphaltierten Straße, die sich heute auf Privatgrund befindet, wurde aber nur bis zum Sattel des Bergzuges ausgeführt. Der Abstieg nach Westen wurde nie realisiert. Niemand auf Fuerteventura kann mit Sicherheit sagen, warum der deutsche Ingenieur und angebliche Vertraute Adolf Hitlers in der Einöde die Villa bauen ließ. Nicht einmal das genaue Datum wird genannt. Über die Geschichte des Hauses und dessen Funktion wollen selbst die Bewohner des Fischerdorfes Morro auf der anderen Seite des Berges nichts wissen. Alle seriösen Recherchen deutscher und spanischer Journalisten haben keine dieser variantenreichen Spekulationen bestärken oder gar beweisen können. Sie konnten aber auch nicht widerlegt werden. Alle Indizien wie angeblich überdicke Wände, "heidnische" Schnitzereien, überdimensionierte Stromleitungen und wunderliche Turmbauten, lassen sich auf normale zeitgenössische Bauweisen eines deutschen Ingenieurs und damalige technische Verfügbarkeiten zurückführen.

Dadurch, dass die Villa so berühmt geworden ist, wurde sie später von mehreren Wächtern und Hunden bewacht. "Don Gustavo", wie Gustav Winter auch respektvoll von den Inselbewohnern genannt wurde, versuchte sich in landwirtschaftlichen Belangen und ging später nach Frankreich, wo er an einem U-Boot Stützpunkt arbeitete. 1947 kehrte er zurück nach Fuerteventura, wo er sich eine Zucht aus Schafen und Ziegen aufbaute. Durch seine Verdienste in der Landwirtschaft und Tierzucht bekam er 1968 Ländereien im Süden Fuerteventuras von der Dehesa de Jandía S.A geschenkt. Die Familie wurde sehr reich, indem sie einige Zeit später Teile ihrer geschenkten Ländereien für touristische Vorhaben verkaufte. Später soll Don Gustavo Verwalter einer Gesellschaft gewesen sein, die die Landwirtschaft der Region voranbringen sollte. Don Gustavo verstarb schließlich im Jahre 1971.

Noch heute sieht man das an der Eingangstüre große eingeschnitzte "W".

Bis in die späten 80er Jahre hat die Witwe von Gustav Winter erfolgreich verhindert, dass an diesem Teil der Insel überhaupt gebaut werden durfte. Sie ist dann jedoch zwangsenteignet worden. Angeblich wachte sie über die Reste der Nazi Reichtümer. In den 70er Jahren sollen angeblich Spanier und ein Österrreicher versucht haben, dafür Beweise zu erbringen und sind tragisch verunglückt. Angeblich soll ihre Yacht unter mysteriösen Umständen explodiert sein. In wessen Eigentum die Villa Winter und die umliegenden Ländereien heute stehen, ist wegen der eigentümlichen spanischen Registerbestimmungen nicht genau nachvollziehbar. Vermutlich bewohnen einfache Ziegenhirten heute das Gebäude. Angeblich soll Villa Winter in Zukunft zu einem Restaurant oder Hotel umgebaut werden. Vielleicht aber verliert Villa Winter damit ihr Mysterium und ob in diese Einöde genügend Besucher kommen, bleibt ebenso fraglich.


Quelle:

http://www.villawinter.com/


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