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 Beitrag Verfasst: Samstag, 12. November 2011, 12:31:52 
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Mysteria-Semper Assistent
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Registriert: Montag, 27. Juli 2009, 11:04:44
Beiträge: 218
Wie die Wikinger im Nebel navigierten

Lange war es ein Rätsel, wie die Wikinger den Weg bis Nordamerika
fanden - Nun wurde ein neuer Hinweis gefunden, dass sie spezielle Kristalle zur
Orientierung bei Wolken und Nebel nutzten....

Zitat:
Der endgültige Beweis ist zwar immer noch nicht erbracht. Doch die Hinweise
sich, dass sich die Wikinger mit der Hilfe von sogenannten Sonnensteinen
orientierten, um damit vom heutigen Norwegen aus über das offene Meer nach
Island, Grönland und bis zur Küste Nordamerikas zu segeln.

Archäologisch gesichert ist jedenfalls, dass die starken Männer des Nordens eine
Art Sonnenuhr aus Holz verwendeten. Entsprechende Geräte wurden bereits
gefunden. Doch diese halbkreisförmigen Scheiben aus Holz helfen natürlich
nichts, wenn Nebel oder Wolken die Sonne verdecken. Und das kommt im
Europäischen Nordmeer nicht gerade selten vor.

Orientierung ohne Kompass

Doch wie navigierten die Wikinger im Dunkel der Wolken, des Nebels oder
kurz nach Sonnenuntergang? Ausgeschlossen wird von den Fachleuten, dass
die Wikinger bereits den magnetischen Kompass kannten. Bleibt nur mehr
der mysteriöse Sonnenstein, der auch in Rauðúlfs þáttr, einem
mittelalterlichen Text aus Island, Erwähnung findet. In der Sage ist die Rede
von einem Mineral, mit dem sich auch bei Wolken, Nebel oder sogar Schneefall
die exakte Lage der Sonne bestimmen lasse, wenn man es nur entsprechend
in die Höhe hält, dreht und dabei die Brechung der Lichtstrahlen verfolgt.

Wissenschafter gehen davon aus, dass es sich dabei wohl um Calcit-Kristalle
gehandelt haben muss.

Diese weichen und durchsichtigen Steine spalten Licht, das nicht entlang der
optischen Achse des Kristalls einfällt, in zwei Lichtbündel: einen ordentlichen
und einen außerordentlichen Strahl. Bei starker Polarisierung des Sonnenlichts
- also wenn es durch Nebel oder Wolken oder nach Sonnenuntergang gestreut ist
- lässt sich mit Hilfe eines solchen Polarisationsprismas die Position der Sonne
bestimmen. Und zwar wird dafür der Kristall, den man wegen seiner
besonderen optischen Eigenschaften auch Doppelspat nennt, so lange gedreht,
bis eine Position erreicht wird, in der die Intensität beider Lichtbündel identisch ist.

In dieser Lage zeigt der Kristall die Richtung der Sonne an.

Dass das im Prinzip funktioniert, haben ungarische Forscher bei einer Fahrt durch
das Nordpolarmeer vor vier Jahren zeigen können. Allerdings klappte die
Navigation mittels Sonnenstein nur, wenn der Himmel bloß leicht bewölkt war oder
die Sonne direkt auf den Nebel traf. Das Problem dieser Studie und der Hypothese
ganz allgemein ist, dass bisher noch kein solcher Stein je bei Wikinger-
Ausgrabungen gefunden wurde.

Fund in einem Schiffswrack

Doch nun gibt es einen neuen Anhaltspunkt, wie Forscher um Guy Ropars in
den Proceedings der Royal Society A schreiben: 1596, also mehr als 200 Jahre
vor der ersten wissenschaftlichen Beschreibung der Polarisierung im Jahr 1809,
sank im Ärmelkanal vor der Insel Alderney ein Schiff, dessen Wrack man in den
vergangenen Jahren gründlich unter die Lupe nahm. Dabei fand man auch
einen Doppelspat, der zur Orientierung gedient haben könnte und den das
internationale Physikerteam um Ropars auch testen durfte.

Dabei fand die Kristallthese ihre volle Bestätigung: Den Forschern gelang es, mithilfe
des gefundenen Calcit-Kristalls die Lage der versteckten Sonne auch bei Nebel
oder Wolken mit einer Abweichung von nur einem Bogengrad zu bestimmen.
(DER STANDARD, Printausgabe, 02.11.2011)


http://derstandard.at/1319181730323/Wie ... avigierten

Interessant ist auch;
"Sonnenstein" der Wikinger – mehr als eine Legende

http://www.welt.de/wissenschaft/article ... gende.html






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"Ich denke, außerirdisches Leben gibt es im Universum ziemlich oft. Intelligentes Leben ist dagegen seltener. Manche sagen, dass es bisher noch nicht mal auf der Erde aufgetaucht ist."
(Stephen Hawking)


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