Tempe/ USA - Metallfragmente, die der Lehrer Frank Kimbler an der potentiellen
Absturzstelle eines angeblich außerirdischen Flugobjekts nahe Roswell gefunden
hatte und deren Herkunft erste Analysen als "wahrscheinlich nicht von der Erde"
einschätzten (...wir berichteten), sind auf dem Postweg für weiteren Analysen an
der "School of Earth and Space Exploration" der "Arizona State University" (ASU)
auf bislang nicht bekannte Weise verschwunden.
Wie Kimbler gegenüber dem UFO-Forscher Jack Brewer berichtete, sei das Packet
mit den Proben zwar bei Dr. Lynda Williams angekommen, doch sei der darin
vorhandene Behälter leer gewesen.
"Ich habe soeben ihre Fedex-Zustellung in meinem Büro gefunden, diese im Labor
und darin nichts weiter gefunden als den Plastikbehälter. Haben Sie vergessen
(die Probe) hinein zu tun?", zitiert Brewer in seinem Blog "The UFO Trail" (
http://ufotrail.blogspot.com) aus einer E-Mail der ASU-Professorin an Kimbler.
"Es tut mir leid, aber da war nichts drin."
Kimbler selbst habe Dr. Williams daraufhin versichert, dass er die Metallprobe
sorgsam verpackt und ganz sicher nicht vergessen habe, diese in die Sendung zu
geben. "Ich kann Ihnen versichern, dass sich (das Fragment) in der kleinen
runden Schachtel befand."
"Diese ganze Sache mit den UFO-Beweisen ist ein wirklich interessantes Spiel.
Es scheint sich um ein großes Spiel aus Katz-und-Maus, Versteck und Schach
zu handeln", so Kimbler weitere gegenüber Brewer.
Aufgrund des Vorfalls hat sich Kimbler entschieden, keine Proben mehr postalisch
an die ASU zu versenden, sondern weitere Proben zur Analyse persönlich
zu übergeben.
"Skeptiker werden nun wahrscheinlich sagen, dass ich die Proben nie in das Paket
getan habe, Verschwörungstheoretiker werden wohl vermuten, dass die
Regierung das Fragment hat", so Kimbler.
Zuvor hatte Kimbler eine Analyse seiner Fundstücke mit Unterstützung des
"Roswell International UFO Museums and Research Center" und einem der
führenden Roswell-Forscher, Don Schmitt, am Labor des "New Mexico
Institute of Mining and Technology" (New Mexico Tech) in Socorro organisiert.
Die Untersuchung ergab, dass es sich bei dem Material um eine Legierung
aus Aluminium, Mangan und Kupfer handelt, wie sie als solche zwar nicht
unüblich ist und sogar am Bau verwendet, jedoch für gewöhnlich aber nicht
in Folienform (wie sie angeblich Teil später von der US Luftwaffe als Erklärung
für den Roswell-Vorfall präsentierten Ballonsonden waren) hergestellt wird.
Finanziert durch das "Roswell International UFO Museum and Research Center"
ließ Kimbler auch eine Isotopenanalyse seiner Fundstücke durchführen.
Mit dieser Untersuchung lässt sich, ähnlich einem Fingerabdruck, u. a. die
örtliche Herkunft von Materialien bestimmen. Wenn man also beispielsweise die
Isotopenverhältnisse von irdischem Magnesium kennt, sollten diese mit allen
irdischen Magnesiumproben übereinstimmen. Stammt das untersuchte
Magnesium jedoch nicht von der Erde, sondern etwa aus einem Meteoriten,
so unterscheidet sich auch das Isotopenverhältnis der Probe von jenem
irdischen Magnesiums (...wir berichteten)
"(...) Ich persönlich würde gerne sehen, dass CNN oder eine andere große
Nachrichtenagentur über die nun anstehenden Analysen (an der ASU) berichten
wird", so Kimbler abschließend. "Der gesamte Prozess soll öffentlich und nach
besten wissenschaftlichen Vorgaben ablaufen. Für mich macht es keinen
Unterschied, ob das Material von einer gewöhnlichen Bierdose stammt oder
ein Fragment außerirdischer Herkunft ist. Das alles ist Teil der ganzen
Geschichte rund um eine Antwort."